



3. Woche 13.-19. Juni 2010
Das Jugendfest ist vorbei – und in mir da ist etwas, das sich anfühlt wie WEHMUT -
.... Mut aus dem althochdeutschen muot = „Seele, Geist“. Weh althochdeutsch wah, we bedeutet „Schmerz“. Wehmut also der „Seelenschmerz, Schmerz des Geistes“.
Puu klingt ganz schön heftig. Und wie heftig ist es wirklich?
Wenn wir an das Jugendfest denken, wird der eine total freudig darauf zurück schauen und einfach sagen – wow, das war eine coole Sache. Der andere hingegen würde sagen – oh ja es war eine richtig coole Sache, aber warum kann ich nicht wieder in die Tage des Jugendfests zurück, warum war es nur so kurz und jetzt ist alles schon vorbei, warum haben wir eineinhalb Jahre darauf hin gearbeitet und jetzt?!
- da schwingt Wehmut mit, da schwingt mit, dass das Jugendfest, die Helferwoche davor, die Menschen dort einen unglaublich fasziniert, geprägt haben, das etwas Besonderes zwischen uns entstanden ist. Die ganze Atmosphäre war halt einfach besonders – und wir Menschen mögen es, wenn es rund um einfach passt.
Jetzt im Alltag ist dieses tolle Etwas in der Luft, dieses Miteinander, dieses Füreinander, diese Freude für den Höchsten, nicht da – und ich merke, wie ich wehmütig darauf zurückschaue. Da kommt der Wunsch auf, eine Zeitmaschine zu bauen, ins Jugendfest zurück zufliegen und dann die Zeit anzuhalten,....
Utopie – und genau das ist der Knackpunkt.
Es macht keinen Sinn sich in Wehmut zu schwelgen, sich in Erinnerungen zu verlieren, das Kreisen immer wieder von vorne: es macht KEINEN SINN!
Entscheidend ist, all die schönen Momente, Augenblicke, Begegnungen mit all den Jugendlichen dort, mit all den Herzensheiligtümern dort zu packen – ganz fest innen immer zu behalten und jetzt in meine Welt, in meine Familie, in meine Stadt, in meine Uni, in meine Begegnungen hier mitzunehmen.
In der Wehmut negativ schwelgen, dass ist um sich selber Kreisen – die Freude des Jugendfests packen und mit in meine Welt zu nehmen, das ist ein LEBENSVORGANG!!
...ich wünsch´ uns allen diesen Lebensvorgang!
Und DANKE für so eine SAU – COOLE JUFEZEIT!
(Michaela Schnell)
GEBET:
"Die Werke jeglicher Kultur,
sind wie ein kleinen Stäubchen nur,
gemessen an der Herrlichkeit,
die deine Liebe uns verleiht."
(JK - Himmelwärts S. 25)
ganz KONKRET:
freu DICH an allem, was wir cooles gemeinsam erlebt haben!
2 verschiedene MP3-tracks zum Thema "Emotionen in mir" siehe Nr. 12. 13.