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Grenzenlose Kommunikation

Spätestens, als sich am Samstagabend Interessengemeinschaften bildeten, um an das Abendessen zu kommen, stießen die Teilnehmer des Jugendfestes auch an die Grenzen der Kommunikation: Keeenscht mr mol dia Gugga romgea? Ond von dem Epfl sodd i au no was han…

Wie gut, dass sich der Badener, der Bayer und sonstige „Raigscheggde“ im Programmheft unter der Überschrift „Schwäbisches Diktionärle“ die nötige Übersetzungshilfe holen konnten!

 

Farbe bekennen – Das mussten wohl einige Jugendfestteilnehmer, die eigentlich gebürtige Schwaben waren, aber zum Studium ins „Ausland“ gezogen waren.  Die Farbe des Luftballons bei der Anmeldung entschied nun über die wahrliche Herzensheimat und offenbarte diese spätestens beim Luftballonspiel der Auftaktveranstaltung. Durchschaut!

 

Oooozapft isch

 „So einfach lass ich mir nicht meine Inhalte rauben!“  Dachte sich wohl das Rummelfässchen, um das sich die ganzen Jugendfestgäste scharten, um den Startschuss mitzuerleben.

Auch wenn P.F. alles gab, um an das kühle Nass zu kommen, spuckte das Fässchen zunächst einmal den Bierhahn wieder aus. Erst beim zweiten Anlauf gelang es dem kühnen Schwaben trotz bierdurchnässter Klamotten, die harte Schale des egoistischen Bierfässchens zu durchschlagen, um nun mit allen einstimmen zu können: Oooozapft isch!

 

Einfach mal die Luft ablassen

Dachte sich wohl der Luftballon, der sich gerade erst die Spielanleitung des Luftballonspiels angehört hatte. Vielleicht war ihm das Spiel zu kompliziert? Oder er wollte sich nicht die Blöße geben, vor diesem Publikum zu verlieren? War ihm seine Farbe zu peinlich oder konnte er einfach nicht dem großen Druck standhalten, der auf ihm lastete?

Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Polizei tappt noch im Dunkeln. Fest steht nur, dass der kleine Luftballon mit seinem Luftablassen, nicht nur einen lauten Knall hinterließ, sondern auch gleich den ersten Verlierer, bevor das Spiel überhaupt begonnen hatte.

 

Weit gereist

Aus aller Welt reisten die Gäste zum Jugendfest nach Ergenzingen an. So soll es auch D.H. geschafft haben, trotz Rußwolke das letzte Flugzeug aus Südamerika erreicht zu haben, um nahezu direkt vom Flughafen auf die LH zu gelangen. Pünktlich zum Jugendfestbeginn stand sie also nach einem monatelangen Auslandsaufenthalt mit ihren Landsleuten in der Schlange der Anmeldung. Herzlich Willkommen daheim!

Verkehrte Welt – Auch Marienschwestern können einem den Kopf verdrehen. So  musste doch der ein oder andere zunächst seinen Hals verrenken, um den Buchstaben richtig entziffern zu können, den uns eine der Schwestern beim Programmpunkt auf der Bühne zeigte.  Die verkehrte Welt löste sich aber bald auf: Die gezeigten Buchstabenplakate bildeten schließlich bei der letzten Liedstrophe ein „Herzliches Willkommen“ an alle Gäste. Und spätestens hier, konnte der letzte Gast seinen verdrehten Kopf wieder entknoten.

 

Verschluckt? – Oder Vergessen? Oder war es die noble Zurückhaltung eines schwäbischen Gastgebers, der seine Gäste nicht mit aufgeblasenem Selbstbewusstsein kränken wollte?

Vielleicht kann uns T.H. aus S. aus der Abteilung R. nähere Auskunft darüber geben, warum er die letzte Strophe der legendären Schwabenhymne übersprang, und direkt zum heroischen “Joseph ruft uns täglich neu…“ überging. Um aber allen, denen die letzte Strophe der Schwabenhymne noch nicht bekannt war, diesen Text nicht vorzuenthalten, und überhaupt um der Vollständigkeit halber, sei sie hier nochmals abgedruckt:

Und es rief der Herr von Sachsen,

der von Bayern, der vom Rein:

Graf im Bart, ihr seid der Reichste!

Euer Land trägt Edelstein.

Lieber T.H., ein Vorschlag aus der Redaktion: Ausdrucken, Einfolieren und  immer dabei haben!

Zweiter Hinweis der Redaktion: Querverweis auf Starke Stimmen Vol. 2 zu finden unter Hörbuch - bestellen, anhören, genießen - dadurch erst recht: unvergesslich.

Hängen gelassen? -  Das haben wir niemanden! Zumindest nicht während den Mottorunden!

So konnte es tatsächlich geschehen, dass sich zwei Jugendfestteilnehmer zunächst für keine Mottorunde entscheiden konnten. War doch die Auswahl viel zu groß. Doch  als sie sich in der Hängemattenwelt hängen lassen wollten, tauchten am besagten Ort zwei  motivierte und mit einer fertig vorbereiteten Mottorunde bepackten Mädels auf, denen nur noch eines zu ihrem perfekten Glück fehlte: diese zwei Jugendfestteilnehmer, mit denen sie ihre Mottorunde durchführen konnten. Tja: Da konnte sich niemand mehr hängen lassen!